Diskriminierungsschutz für schwangere Frauen

Die Kündigung einer schwan­geren Frau ohne Zustimmung der Arbeitsschutzbehörde kann eine verbotene Benachteiligung wegen des Geschlechts im Sin­ne von § 1 AGG darstellen und den Arbeitgeber zur Zahlung einer Geldentschädigung ver­pflichten, wie das Landesarbeits­gericht Berlin­Brandenburg mit Urteil vom 16.09.2015 ent­schieden hat. Arbeitgeber soll­ten dementsprechend stets be­achten, dass die Missachtung der besonderen Schutzvorschrif­ten des Mutterschutzgesetzes zugunsten der werdenden Mutter bei Erklärung einer Kündi­gung nicht nur zur Unwirksam­keit der Kündigung führt, son­dern auch eine Benachteiligung der Arbeitnehmerin wegen ihrer Schwangerschaft und damit wegen ihres Geschlechts indi­ziert, sodass sich ein Entschä­digungsanspruch der Betroffe­nen ergeben kann.

Dr. Jörg Fecker, Dr. Thomas Glöckle, LL.M., Dr. Volker Nill, Dr. Betina Fecker, Dr. Susanne Jochheim, Nadine Crocoll

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