Höhe der Ausbildungsvergütung

Das Bundesarbeitsgericht (BAG, Urteil vom 29.04.2015) hat klargestellt, dass Auszubildende einen Anspruch auf eine angemessene Vergütung haben (vgl. § 17 Abs. 1 S. 1 BBiG). Unterschreitet die vereinbarte Ausbildungsvergütung jedoch den einschlägigen Tarifvertrag um mehr als 20 %, ist dies in der Regel nicht mehr angemessen.

Falls Arbeitgeber die nach dem einschlägigen Tarifvertrag übliche Ausbildungsvergütung um mehr als 20 % unterschreiten wollen, ist dies nur ausnahmsweise möglich und bedarf einer sachlichen Begründung. Der Ausbildende muss dabei konkret darlegen, welche besonderen Umstände die geringere Ausbildungsvergütung rechtfertigen.

Dr. Jörg Fecker, Dr. Thomas Glöckle, LL.M., Dr. Volker Nill, Dr. Betina Fecker, Dr. Sebastian Scheffzek, Nadine Crocoll

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.