Kostengünstigste Sanierungsmethode bestimmt Höhe des Schadens

Verlangt ein Auftraggeber Schadenersatz wegen Baumängeln, kann er nach der Entscheidung des OLG München (Az. 9 U 2777/11) vor der Durchführung einer Sanierung prozessual nur die Kosten der günstigeren Sanierungsmethode als Mindestschaden geltend machen. Dies allerdings nur, solange vom Gericht festgestellt wird, dass die günstigere Sanierungsmethode auch tatsächlich gleichwertig ist. Nach Auffassung des OLG München soll der Auftraggeber dennoch die Möglichkeit haben, sich im Anschluss nach pflichtgemäßem Ermessen für die teurere Sanierungsmethode zu entscheiden und die entsprechenden Mehrkosten in einem weiteren Verfahren beim Auftragnehmer einzuklagen.

Dr. Rainer Laux, Dr. Andreas Digel, Henrik Jacobsen

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