Übernahme von Büro-Referenzen

Ein wichtiges „Asset” von Architekten- und Ingenieurbüros sind in der Vergangenheit abgewickelte Projekte. Diese Büro-Referenzen werden bei der Bewerbung um neue Aufträge nicht zuletzt in förmlichen Vergabeverfahren benötigt. Sie gehen nach nun inzwischen gefestigter Rechtsprechung der Vergabekammern nicht verloren, wenn z. B. gesellschaftsrechtliche Veränderungen erfolgen: z. B. kann sich ein neu gegründetes Architektur- oder Ingenieurbüro auf Referenzen des Vorgängerbüros berufen, wenn die Bearbeiter der früheren und des künftigen Projekts identisch sind. Referenzen sind in erster Linie personengebunden. Dies gilt insbesondere in VOF-Verfahren. Entscheidend ist, welchen Beitrag der jeweilige Mitarbeiter im Rahmen der Erarbeitung erbracht und welche Phasen des entsprechenden Projekts er begleitet hat. Erforderlich ist also eine zumindest weitgehende Identität zwischen den Personen, welche die Referenzaufträge bearbeitet haben und denjenigen, die den zu vergebenden Auftrag bearbeiten werden. Ist dies gegeben, können Referenzen von Vorgängerbüros ohne Bedenken verwendet werden.

Dr. Rainer Laux, Dr. Andreas Digel, Henrik Jacobsen

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