Unwitrschaftliche Planung begründet Mangel

Ist für den Architekten offensichtlich, dass sich Planungsziele und Wirtschaftlichkeitserwägungen des Bauherrn widersprechen, muss er seine planerische Lösung mit dem Bauherrn abstimmen. Unterlässt er dies, ist seine Planung nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg vom 14.01.2015 mangelhaft. Das Gericht stellt in seinen Urteilsgründen zwar heraus, dass der Architekt nicht verpflichtet sei, so kostengünstig wie möglich zu planen. Dies entbinde ihn jedoch nicht von seiner Pflicht zur Rücksichtnahme auf die wirtschaftlichen Vorgaben des Bauherrn. Dies gelte insbesondere dann, wenn es sich beim Bauherrn um einen öffentlichen Auftraggeber handele, der einem besonderen Wirtschaftlichkeitsgebot unterliege und auf Fördermittel angewiesen sei.

Dr. Rainer Laux, Ulrich Gentner, Dr. Lars Knickenberg, Dr. Andreas Digel, Dr. Nadine Holzapfel, Henrik Jacobsen

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